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Sinfonieorchester Münster

Das Sinfonieorchester Münster, gegründet 1919, ist eine der tragen­den Säulen des Münster­schen Musik­lebens und ge­wann in seiner be­wegten Ge­schich­te schnell über­regio­nale Be­ach­tung. Wieder­holt folg­ten bereits in den ersten Jahren seines Be­stehens be­rühm­te Kompo­nisten wie Hans Pfitz­ner (1921) oder Richard Strauss (1924) der Ein­ladung zum Dirigat eigener Werke, später auch Paul Hinde­mith (1955). Seinen Rang als wichtig­ste Kultur­insti­tu­tion Mün­sters festig­te das Or­che­ster unter den General­musik­direk­to­ren Rein­hard Peters (1961-1970), Alfred Wal­ter (1970-1985) und Lutz Herbig (1985-1992). 1992 wurde Will Humburg zum General­musik­direk­tor be­rufen, und von 2004 bis 2007 be­kleide­te Rainer Mühl­bach dieses Amt, das seit der Saison 2007/08 Fabrizio Ventura inne­hat. Zahl­reiche Preise und Aus­zeichnun­gen würdi­gen die Ar­beit des Sinfonie­orches­ters Mün­ster, dar­unter die Gustav-Mahler-Medaille und der Preis für das beste Konzert­jahres­programm Deutsch­lands durch den Deutschen Musik­verleger­verband (1993). Im Juni 2013 führ­te eine Gast­spiel­einla­dung das Sinfonie­orches­ter Mün­ster mit Fabrizio Ventura zur Sala Verdi in Mai­land. Aktuell liegen CD-Ein­spielun­gen von Anton Bruckners 9. Sinfonie, von di­versen Kinder­konzert­programmen sowie von Werken der Kompo­nisten Klöffler, Gluck und Graun („Papier. Klänge“) vor.


© Jochen Quast
Sinfonieorchester Münster


York Musical Society

Unser Partnerchor, die York Musical Society, wurde bereits 1765 gegründet und ist damit der älteste Musikverein Englands. Der Chor hat heute weit über 100 Sängerinnen und Sänger und ist damit wie der Philharmonische Chor Münster einer der großen Oratorienchöre.

Die York Musical Society und der Philharmonische Chor Münster kennen sich seit 1993. Damals waren unsere Yorker Partner nach Münster gekommen, um bei der Aufführung von Dvořaks Requiem mitzuwirken. Im Gedenken an die Opfer des verheerenden Bombenangriffs vom Oktober 1943 sangen nun, 50 Jahre später, der Domchor, der Philharmonische Chor und die York Musical Society, insgesamt etwa 350 Sängerinnen und Sänger, ein unvergessliches Konzert im Dom zu Münster. Im folgenden Jahr fuhr der Philharmonische Chor nach York, wo das Dvořak-Requiem noch einmal aufgeführt wurde.

Am 11. November 2000, dem englischen Volkstrauertag, war der Philharmonische Chor wieder in York und sang mit der York Musical Society das Deutsche Requiem von Johannes Brahms. Es folgten weitere gemeinsame Konzerte in Münster (Dvořak, Stabat Mater, und Elgar, The Dream of Gerontius) und in York (Verdi-Requiem). Danach folgte ein Doppelkonzert: Im Sommer 2009 beteiligte sich eine Abordnung der Yorker Sängerschar an der Aufführung von Elgars Dream of Gerontius in St. Joseph (Münster), und im Juni 2010 reisten etliche Sängerinnen und Sänger des Philharmonischen Chores sowie des Kammerchors Rheine zum Gegenbesuch nach York, wo Philip Moore, der langjährige Leiter der YMS und Dommusikdirektor der Kathedrale zu York, mit Elgars Gerontius aus dem Amt verabschiedet wurde. Die jüngste Begegnung der beiden Chöre fand im Rahmen der Konzerte zum 70. Jahrestag der Bombardierung Münsters am 10. und 12. Oktober 2013 statt; zur Aufführung kam als erneutes Zeichen der Versöhnung Benjamin Brittens War Requiem, eine Auftragskomposition zur Neueröffnung im Jahr 1962 der durch deutsche Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kathedrale von Coventry. Das Konzert am 10. Oktober markierte zugleich den 20. Jahrestag des ersten gemeinsamen Auftritts, auch dieses Mal unter Beteiligung des Domchors St. Paulus.

Abgesehen von den vielen Freundschaften, die inzwischen geschlossen wurden, ist es immer wieder ein Erlebnis, im Minster zu York singen zu dürfen, der größten gotischen Kathedrale Nordeuropas. Und ein Besuch der Stadt lohnt sich zu jeder Jahreszeit – nicht umsonst ist York nach London die Stadt Englands, die die meisten Touristen anzieht.


© YMS
York Musical Society im York Minster


© Christiane Alt-Epping
Quempas-Singen in St. Petri 2012

Kinderchor Gymnasium Paulinum


Seit mehr als zehn Jahren ist der Kinderchor des Münsterschen Gymnasium Paulinum bei dem vorweihnachtlichen Quempas-Singen des Philharmonischen Chores zu Gast. Unter der wechselnden Leitung von Uta Hussong, Margarete Sandhäger und Jörg von Wensierski gestaltet der Kinderchor den festlichen Rahmen der vorweihnachtlichen Veranstaltung und präsentiert alte wie neue Musik zur Festzeit.

Auch bei der Aufführung von Carl Orffs Carmina Burana im Jahr 2006 in den OSMO-Hallen stand der Chor mit auf der Bühne.

Solisten

Die aus Mün­chen stam­men­de Sopra­nistin Susanne Bern­hard studier­te in Mün­chen bei Ange­li­ca Vogel und Prof. Hel­mut Deutsch sowie privat bei Prof. Ks. Jan-Hendrik Roote­ring und Die­trich Schnei­der. Der­zeit ar­bei­tet sie u.a. mit Carol Byers in Wien. Wäh­rend ihres Stu­diums war sie an zahl­reichen Pro­duk­tionen der Bayeri­schen Theater­aka­demie be­tei­ligt. Bereits im Jahr 2000 wurde sie En­semble­mit­glied am Opern­haus der Landes­haupt­stadt Kiel; spä­ter debü­tier­te sie an der Oper Frank­furt und an der Dres­dener Semper­oper.
Neben dem Opern­fach wid­met sich Susanne Bern­hard vor allem dem Lied- und Konzert­gesang, mit Engage­ments mit dem Sinfonie­orchester und Chor des Bayeri­schen Rund­funks, der Bayeri­schen Kammer­philhar­monie, den Ludwigs­burger Schloss­fest­spielen, der Chor­gemein­schaft Neu­beuern, beim Rhein­gau Musik-Festival, der Camera­ta Salz­burg sowie dem Orquestra Sinfônica do Estado di São Paulo und dem Osaka Phil­har­monic Orchestra. Bei den Inter­natio­nalen Fest­spielen Herren­chiemsee ist sie regel­mäßiger Gast. Mit dem Philharmonischen Chor Münster war Susanne Bernhard 2013 in Benjamin Brittens War Requiem zu hören.
(Foto © Christine Schneider)

Susanne Duwe, in Köln ansässiger Mezzosopran, arbeitet in ihrer Heimatstadt sowie im näheren In- und Ausland. Sie studierte zunächst Architektur an der Fachhochschule Düsseldorf und später Gesang an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf; Lehrer waren Albrecht Klora und Celina Lindsley. 2001 legte Susanne Duwe die künstlerische Reifeprüfung mit Auszeichnung ab und beendete ihr Studium mit Konzertexamen. Schon während des Studiums war sie Preisträgerin verschiedener Liedwettbewerbe sowie Stipendiatin der Bertelsmann-Stiftung „Junge Stimmen“ und nahm an diversen Meisterkursen teil, u.a. Thomas Quasthoff, Brigitte Fassbaender, Dietrich Fischer Dieskau (Schubertiade Schwarzenberg) und Graham Johnson.
Im Jahr 2002 war Susanne Duwe Mitglied des Internationalen Opernstudios Flandern unter Leitung von Guy Joosten und erhielt im Anschluss daran ihre ersten Opern- und Konzertengagements in Belgien. So sang sie unter anderem mehrmals beim Flandern-Festival und bald danach im Jungen Ensemble der Oper La Monnaie / Brüssel. An der flämischen Oper Antwerpen und an La Monnaie / Brüssel war sie 2009/10 sowohl mit barockem als auch mit zeitgenössischem Repertoire zu hören und ging mit dem Ensemble auf europaweite Tournee.
In Deutschland sang Susanne Duwe mit der Jungen Kölner Kammeroper verschiedene Partien; darüber hinaus gibt sie regelmäßig Oratorienkonzerte. Mit dem Philharmonischen Chor Münster war sie 2011 in Mozarts Großer Messe in c-Moll in der ergänzten Fassung von Robert D. Levin zu hören.
Weitere Informationen unter susanne-duwe.de

Der Tenor James Edwards, in Essex ge­boren, be­gann seine Kar­riere im Young Artists' Programme des Londoner Royal Opera House. Seit­dem sang er an der Eng­lish National Opera, der Oper Göte­borg, der Grange Park Oper in Hamp­shire, der Opéra Royal de Wallonie in Lüt­tich, dem Salz­burger Landes­theater und dem Pariser Théâtre du Châtelet; sein Reper­toire reicht von Verdi und Puccini bis Britten und Sond­heim.
James Edwards konzer­tier­te mit der Academy of Ancient Music, dem BBC Phil­har­monic Orchestra, der Hudders­field Choral Society, dem London Phil­har­monic Orchestra, dem finni­schen Sinfo­nie­orchester Mikkeli sowie dem RTÉ Concert Orchestra in Dublin. Mit dem Philharmonischen Chor Münster war er 2013 in Benjamin Brittens War Requiem zu hören.
(Foto © Clive Barda)

Der Bariton Thomas Laske wurde in Stutt­gart ge­boren. 1997 gewann er den Richard-Strauss-Wett­bewerb in München. Im Konzert­fach ar­beitet er regel­mäßig mit nam­haften Diri­gen­ten und Ensembles wie Riccardo Chailly, Mariss Jansons, Ton Koop­man, Wolf­gang Sa­wallisch, Hel­muth Rilling, Georg-Christoph Biller, dem Sym­phonie­orche­ster des Bayeri­schen Rund­funks, den Bam­berger Sympho­nikern, dem Gewand­haus­orchester Leip­zig, den St. Peters­burger Phil­har­mo­nikern, dem Sinfo­ni­schen Orche­ster Mai­land Guiseppe Verdi, dem Amster­dam Baroque Orchestra & Choir, dem Dresdner Kreuz­chor und dem Thomaner­chor Leipzig.
Thomas Laske sang u.a. an der Deut­schen Oper Ber­lin, der Oper Köln, der Deut­schen Oper am Rhein, der Oper Frank­furt/Main und der Bayeri­schen Staats­oper München Partien wie Barbier, Don Giovanni, Figaro, Graf Almaviva, Escamillo, Eugen Onegin, Sharpless und Marcello. Mit dem Phil­harmo­nischen Chor Münster war er bis­her bei Carl Orffs Carmina Burana (2006), Mozarts Großer Messe in c-Moll in der Fassung von Robert Levin (2011) und zuletzt in Ben­jamin Brittens War Requiem (2013) zu hören.
Thomas Laske unter­richtet seit 2010 als Dozent für Gesang an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf.
Weitere Informationen unter thomas-laske.com.

Die Sopranistin Martina Schilling studierte Opern-, Konzert- und Liedgesang an den Hochschulen für Musik in Detmold und Köln sowie an der Guildhall School of Music & Drama London unter anderem bei Prof. Klesie Kelly-Moog, Jessica Cash und Sarah Walker und schloss ihr Gesangsdiplom mit Auszeichnung ab. Meisterkurse nahm sie bei Helmut Kretschmar, Emma Kirkby, Michael Hampe, Thomas Hampson und Irwin Gage. Sie wurde mit dem Förderpreis der Felicitas-Vössing-Stiftung ausgezeichnet und ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes, der Friedrich-Ebert-Stiftung, des Istituto Italiano di Cultura, der Gotthard-Schierse-Stiftung, der Werner Richard/Dr. Carl Dörken-Stiftung und des DAAD.
Nach zweijährigem Engagement am Landestheater Schleswig-Holstein war Martina Schilling von 2007 bis 2011 festes Ensemblemitglied am Theater Dortmund. Zu ihren Rollen zählten die Susanna in Mozarts Die Hochzeit des Figaro, Pamina in Die Zauberflöte, Anne Truelove in Strawinskys The Rake’s Progress, Luise in Henzes Der junge Lord, Gretel in Hänsel und Gretel, Ännchen in Der Freischütz und Eliza in My Fair Lady. Daneben gastierte sie an den Staatstheatern Darmstadt und Wiesbaden, am Theater Osnabrück, an den Wuppertaler Bühnen sowie am Landestheater Detmold.
Neben der Oper ist Martina Schilling ebenso intensiv im Bereich Lied und Oratorium tätig. Sie trat u.a. mit dem Kölner Kammerorchester auf, beim World Sacred Music Festival Florenz, in St. Martin-in-the-Fields London sowie bei den Würzburger Bachtagen. Sie sang Solo-Partien mit dem Kölner Bachverein, den Bamberger und den Hamburger Symphonikern sowie mit dem Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchester. Liederabende führten sie ins In- und Ausland, zum Schleswig-Holstein-Musikfestival und dem Hammer Musiksommer sowie nach Hamburg, Berlin, Köln und Bamberg. Mit dem Philharmonischen Chor Münster sang sie 2010 in Arthur Honeggers König David sowie 2011 Mozarts Große Messe in c-Moll in der Fassung von Robert Levin.
Weitere Informationen unter MartinaSchilling.de

Der lyrische Tenor Marcus Ullmann wurde in Olbernhau bei Dresden geboren. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er im Dresdner Kreuzchor. Seine Studien an der Musikhochschule Dresden bei Hartmut Zabel und Margret Trappe-Weil sowie später in Berlin bei Dietrich Fischer-Dieskau und in Karlsruhe bei Marga Schiml schloss er in den Bereichen Lied, Konzert und Oper mit Auszeichnung ab. Bald danach führten ihn Engagements an das Staatstheater Mainz und die Semperoper Dresden, gefolgt von Gastspielen am Teatro la Fenice, dem Teatro dell'opera di Roma, am Teatro Comunale Firenze und der Los Angeles Opera sowie beim Bostoner Early Music Festival.
Konzerte führten ihn in alle wichtigen Musikzentren Europas, nach Nord- und Südamerika sowie nach Japan; er sang mit den Dirigenten Frieder Bernius, Ivor Bolton, Riccardo Chailly, Marcus Creed, Enoch zu Guttenberg, Kent Nagano, Hans-Christoph Rademann, Helmuth Rilling und Peter Schreier. Beim Dresdner Kreuzchor, dem Windsbacher Knabenchor und dem Thomanerchor Leipzig ist er ebenfalls häufig zu Gast.
Marcus Ullmann gab Liederabende bei vielen verschiedenen Kammermusikfestivals, so in Moritzburg und im finnischen Kuhmo, wie auch im Rahmen des West Cork Chamber Music Festival, der Schubertiade Schwarzenberg und des Europäischen Musikfestes Stuttgart. Mit namhaften Pianisten musizierte er ebenfalls in der Wigmore Hall London, im Concertgebouw Amsterdam, im Opernhaus Kairo und in der Musashino Shimin Bunka Kaikan Hall Tokyo. Eine besonders intensive Zusammenarbeit verbindet ihn derzeit vor allem mit Camillo Radicke, Alexander Schmalcz und Martin Stadtfeld. Mit dem Philharmonischen Chor Münster sang Marcus Ullmann im Jahr 2004 Haydns Schöpfung sowie 2011 Mozarts Große Messe in c-Moll (Fassung von Robert Levin)
Weitere Informationen unter marcus-ullmann.de

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